Starter, Anlasser im Oldtimer Schlepper

Anlasser in Oldtimer-Traktoren sind robuste, mechanisch einfache, aber äußerst zuverlässige Geräte, die speziell für die Anforderungen älterer Maschinen konzipiert wurden. Sie übernehmen die Aufgabe, den Verbrennungsmotor des Traktors in Bewegung zu setzen, indem sie die benötigte Drehkraft bereitstellen.

Wir wollen Ihnen die einzelnen Komponenten einen Starters hier mal näher bringen.


Wicklung

Funktionsweise der Wicklung im Anlasser:

Die Wicklung im Anlasser besteht aus Kupferdraht, der in Form von Spulen um einen Eisenkern gewickelt ist. Wenn Strom durch diese Wicklung fließt, erzeugt sie ein magnetisches Feld, das den Rotor des Starters (oder den Anker) in Rotation versetzt. Diese Drehbewegung wird über das Ritzel auf das Schwungrad des Motors übertragen und initiiert den Startvorgang des Motors.

  • Stromversorgung: Der Starter wird in der Regel durch die Autobatterie oder eine andere Energiequelle versorgt, die die Wicklung mit dem nötigen Strom versorgt
  • Magnetismus: Der erzeugte Magnetismus zieht die Metallteile im Starter an und setzt den Rotor in Bewegung, wodurch der Motor gestartet wird.
Feldwicklung vom Anlasser

Anker eines Startermotors

Startermotor

Polgehäuse:
Das Polgehäuse besteht aus einem Rohr, in dem die Polschuhe mit den Erregerwicklungen oder Dauermagneten befestigt sind. Es sorgt zudem für den Rückschluss der magnetischen Feldlinien und wird deshalb aus einem Stahl gefertigt, der besonders gut magnetische Felder leitet.

Anker:

Der Anker nimmt die Ankerwicklung auf. Aufgrund des ständigen Wechsels der Stromrichtung in den Ankerspulen entsteht ein magnetisches Wechselfeld. Dieses könnte in einem massiven Eisenkern Wirbelströme erzeugen, die zu einer übermäßigen Erwärmung des Ankers führen würden. Aus diesem Grund besteht der Anker aus einzelnen, isolierten Blechen.

In die Ankerbleche sind Nuten eingestanzt, die der Aufnahme der Ankerwicklung dienen. Zusätzlich trägt der Anker dazu bei, das magnetische Feld vom Nordpol zum Südpol effizienter zu leiten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Luftspalt zwischen den Polschuhen und dem Anker so klein wie möglich gehalten wird.


Einrückrelais

Es ist eine Kombination aus Relais und Einrückmagnet

  • Stabiler Magnetmechanismus: Das Einrückrelais arbeitet mit einem elektromagnetischen Mechanismus, der den Startermotor in den Arbeitszustand versetzt, indem er die Ankerwelle des Starters mit dem Schwungrad des Motors verbindet. Der Magnetmechanismus zieht den Schalter an und schließt den Stromkreis, um den Anlasser zu aktivieren.
  • Einfacher Einbau: Der Magnetschalter lässt sich unkompliziert in das Starter-System integrieren und ist oft direkt an den Startermotor montiert. Die Installation erfolgt durch eine einfache elektrische Verbindung, was eine schnelle Reparatur oder den Austausch bei Bedarf ermöglicht.
Magnetschalter eines EGE Anlasser

Ritzel eines Starters

Ritzel

  • Zentraler Bestandteil des Starters: Das Ritzel ist mit der Welle des Anlassermechanismus verbunden und greift beim Startvorgang in das Schwungrad des Motors ein. Durch das Zusammenspiel von Ritzel und Schwungrad wird die notwendige Drehbewegung erzeugt, um den Motor anzutreiben.
  • Automatische Ein- und Ausrückfunktion: Das Ritzel rückt beim Starten des Motors automatisch ein und sorgt so dafür, dass die Zahnräder des Starters und des Motors miteinander verbunden werden. Nach dem Startvorgang zieht es sich selbstständig wieder zurück, um Schäden zu vermeiden.

Freilauf

Funktionsweise:

Das Ritzel im Starter ist über einen Rollenfreilauf mit dem Anlassermechanismus verbunden. Beim Starten des Motors wird das Ritzel zunächst in das Schwungrad des Motors eingreift und dreht sich dabei mit. Sobald der Motor jedoch zu laufen beginnt und die Drehzahl des Motors die des Starters übersteigt, verhindert der Rollenfreilauf, dass sich das Ritzel weiter mit dem Anlasser dreht.

Der Rollenfreilauf ermöglicht es dem Ritzel, sich im Freilauf zu bewegen, wenn der Motor läuft, und verhindert so, dass der Anlasser weiterhin die Motorwelle dreht. Dies schützt sowohl den Starter als auch den Anlassermechanismus vor Schäden, die durch eine falsche Drehrichtung oder Überlastung entstehen könnten.

Freilauf eines Starters

Kohlen für Anlasser

Kohlen

Die Kohlen im Anlasser, auch Bürsten genannt, spielen eine entscheidende Rolle bei der Stromübertragung und dem einwandfreien Betrieb des Anlassers. Sie sorgen für die elektrische Verbindung zwischen den festen und rotierenden Teilen des Anlassers und ermöglichen so die Bewegung des Motors.
  • Stromübertragung: Die Kohlen leiten den elektrischen Strom von der Batterie über die festen Kontakte des Anlassers zum Anker. Dies ist notwendig, um den Anker in Rotation zu versetzen und die mechanische Energie zu erzeugen, die für den Motorstart erforderlich ist.
  • Kontakt mit dem Kommutator: Die Kohlen drücken gegen den Kommutator, einen rotierenden Kontakt am Anker. Dieser Kontakt sorgt dafür, dass der Stromfluss in den Wicklungen des Ankers regelmäßig umgekehrt wird, was die kontinuierliche Drehbewegung des Ankers sicherstellt.
  • Stabile elektrische Verbindung: Trotz der Bewegung des Anlassers gewährleisten die Kohlen einen stabilen elektrischen Kontakt, um die Funktion des Anlassers auch unter hoher Belastung sicherzustellen.